Querdenk-Magazin
Querdenk-Magazin Ausgabe Juni 2010
Das Rennen um Karstadt ist beendet. Ein amerikanischer Investor namens Berggruen hat den Zuschlag bekommen. So weit – so trocken. Doch die Zukunft von Warenhäusern wie Karstadt scheint schwierig geworden zu sein. Für alles, was die großen Häuser anbieten, gibt es immer einen, der spezialisierter ist. Wer denkt heute schon zuerst an Karstadt, wenn er Bücher kaufen will? Oder Kleidung? Oder Schmuck? Elektronik?
Aktuelle Ausgabe
Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!
Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat. Und wie viel Geld die Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen selbst überlassen. Das geht doch nicht! Das kann doch nur im Chaos enden! Bei dem lateinamerikanischen Maschinenbau-Konzern Semco funktioniert es aber sehr gut...
Archiv 2010
Wir treffen uns auf einen Kaffee im Waschsalon
Schmuddelige Waschsalons mit Bahnhofshallenatmosphäre und überalterten Geräten? Das war gestern. Heute ist Wash & Coffee angesagt. Unter diesem Namen haben die Unternehmen Bosch Hausgeräte und Henkel – mit der Marke Persil – in München jetzt ein neues Konzept umgesetzt: Eine loungig-gemütliche Atmosphäre lädt dazu ein, es sich bei Kaffee und leckeren Snacks gut gehen zu lassen, während die Wäsche wieder sauber wird.
Archiv 2009
Wenn der Bäcker bei den Brötchen bleibt
Kann ein Bäcker im Zeitalter der Billigketten und Schnellbäckereien seine Kunden binden, obwohl er höhere Preise für seine Ware verlangt? Der Bäckerei Myska in Wuppertal gelingt dies durch ausgezeichnete Qualität, und weil sie ihren Kunden diesen Preis auf ungewöhnliche Art und Weise verständlich macht. vor. Und die Bäckerei Bastians in Köln und Düsseldorf bietet ihren Kunden mit einer Art Show-Backen in stilvollem Ambiente ein besonderes Erlebnis.
Weil auch Backwaren so schön in die Vorweihnachtszeit passen, möchten wir Ihnen diese zwei Bäckereien vorstellen, die eigene Wege gehen.
Archiv 2008
Last-Minute-Geschenkidee: Verschenken Sie doch mal eine Ziege...
Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, Ihren Kunden keine Präsente mehr zu überreichen, sondern statt Kalender, Tassen und Kugelschreiber zu verschenken, etwas Nützliches mit dem Budget zu veranstalten.
In den Weihnachtskarten finden sich dann meistens Sätze wie "Wir haben in diesem Jahr auf Geschenke verzichtet und stattdessen für xxxx gespendet".
Sehr löblich. Aber ehrlich gesagt auch ein bisschen langweilig... An der Spendenlust des jeweiligen Unternehmens ist natürlich nichts auszusetzen, aber versetzt man sich in die Rolle der Hilfsorganisationen, wird klar, wie schwer der Kampf um die willigen Spender ist.
Archiv 2007
Weniger Storm, mehr Brain...
Welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie das Wort "Computerspiele" hören? Ganz klar: Ballernde Kids, männlich, zwischen 14 und 20 Jahren, die mit rot unterlaufenen Augen auf Zombies ballern.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die großen Hersteller von Computer-Games seit Jahren auf ganz andere Zielgruppen schielen. Besondern die weibliche Zielgruppe wollte man erschließen doch Playstations in Pink und Spiele wie "Meine Tierarztpraxis" sollten kleinen Mädchen gefallen und lagen doch schwer wie Blei in den Regalen.
Lange musste man davon ausgehen, dass es einfach unmöglich wäre, etwas zu entwickeln, was Zielgruppen außerhalb der Pubertät ansprach, doch dann gelang Nintendo der Durchbruch mit Dr. Kawashimas Gehirnjogging.

