Archiv 2009

Investieren statt spenden – Hilfe, die ankommt.

Was tun wir gerne in der Weihnachtszeit? Richtig, spenden – es gibt so viele Organisationen, die unser Geld sammeln möchten – aber kommt es auch wirklich da an, wo es nötig ist?
Wie wäre es, sein Geld vor Ort direkt und ohne Umwege zu investieren, statt zu spenden, und durch Schaffung von Infrastruktur Menschen bei ihrer Selbsthilfe zu unterstützen? Investieren statt spenden – Gutes tun und damit auch noch Geld verdienen! Das auf CSR (Corporate Social Responsibility) spezialisierte Unternehmen KAÏTO schafft dies mit Energiekiosken im Senegal.

Als erstes Wirtschaftsunternehmen erhielt KAÏTO im Oktober 2009 den Deutschen Solarpreis in der Kategorie Eine-Welt-Zusammenarbeit für seine Energie–Kioske, die speziell für das ländliche Afrika entwickelt wurden.

Ein solcher Kiosk ist eine kleine dezentrale Dorfstromanlage auf Basis von Solarenergie. Gegen Bezahlung können die Dorfbewohner dort Strom tanken und beispielsweise Lampen, Mobiltelefone und Batterien aufladen und so ihren primären Energiebedarf decken. Das Modell entstand in enger Abstimmung zwischen dem deutschen Unternehmen und den heutigen Kunden und Geschäftspartnern im Senegal.

Weitere Dienstleistungen des Kiosks sind öffentliche Anschlüsse für Wechselstrom und ein Kühlschrank, der das Eis produziert, mit dem in den Häusern Lebensmittel gekühlt werden. Sobald der Strombedarf steigt, kann jeder Energie-Kiosk ausgebaut werden. Für größere Verbraucher oder Betriebe sind individuelle, autarke Anlagen vorgesehen.

Auch wenn jede Anlage autark arbeiten kann, baut KAÏTO keine Leuchtturmprojekte. Mittelfristig will das Unternehmen ein flächendeckendes Netz dörflicher Kioske aufbauen; in einem weiteren Schritt werden diese zu einem regionalen Stromnetz auf Basis erneuerbarer Energien verbunden.

Die Energie-Kioske sind eine Eigenentwicklung von KAÏTO, entstanden in enger Abstimmung mit den Partnern in Afrika. Man kann eine Anlage, die in Deutschland perfekt funktioniert, nicht einfach nach Afrika exportieren. Wir haben vor Ort viele Gespräche geführt, um auszuloten, wofür wird Strom gebraucht, was müssen die Anlagen leisten und und und, erzählt Wolfgang Hofstätter, der bei KAÏTO die Technik verantwortet. Und wir waren nicht nur in Afrika Exoten, auch so mancher deutsche Solarexperte hat uns belächelt.

KAÏTO steht für flächendeckende Lösungen in der ländlichen Elektrifizierung. Mit lokalen Mitarbeitern und gezielten Investitionen trägt KAÏTO zum Aufbau der lokalen Wirtschafts- und Infrastruktur bei, schafft Arbeitsplätze und damit Perspektiven in strukturschwachen Regionen. Bereits durch die Energie-Kioske selbst entstehen Arbeitsplätze: Betreiber und KAÏTO-Partner ist ein lokaler Unternehmer, lokale Elektriker übernehmen sowohl die Installation als auch die Wartung der Anlagen. Sie wurden von KAÏTO ausgebildet und sind in der Lage, auch Aufträge anderer örtlicher Betriebe anzunehmen.

KAÏTO ist als Unternehmer in Afrika und nicht als Hilfsorganisation. Nach dem Grundsatz „Investieren statt Spenden!“ werden die Energie-Kioske privatwirtschaftlich finanziert und müssen eine angemessene Rendite erwirtschaften. „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Afrikaner zwar zunächst stutzen, dass Europäer nichts verschenken wollen – aber sie sind schnell stolz darauf, dass wir sie als Geschäftspartner ernst nehmen und sie nicht als Hilfsempfänger sehen“, beschreibt Heidi Schiller, Mitinhaberin von KAÏTO ihre Erfahrungen. „Wir schaffen mit dem Kiosk selbst Arbeitsplätze und in ihrem Umfeld entstehen rasch kleine Betriebe, die ohne eine zuverlässige Stromversorgung nicht arbeiten könnten.

Im Frühjahr 2009 wurden die ersten drei Testanlagen im Süden Senegals in Betrieb genommen. Rund 50 weitere Dörfer haben bereits Potentialerhebungen durchgeführt und Vorverträge abgeschlossen. Bis Ende des Jahres folgen weitere fünf Installationen. Das ehrgeizige Ziel für die Zukunft: Außerhalb der Regenzeit sollen monatlich vier Kioske in Betrieb gehen. Und wenn man die Zahl der Anfragen anschaut, die bei KAÏTO eingehen, hätten die Afrikaner gerne noch mehr.

So funktioniert das KAÏTO-Prinzip

Hier erstmal die sehr trockene Beschreibung aus Wikipedia zum CSR:
„Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung (oft aufgrund verkürzter Übersetzung des englischen Begriffs "social" auch als Unternehmerische Sozialverantwortung bezeichnet), umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Er steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen.“

Kurz gesagt: Geld verdienen, indem man Gutes tut und anderen hilft. KAÏTO setzt diese Idee mit seinen Energiekiosken beispielhaft um. Hier wird Entwicklungshilfe nicht als rein gebender Akt gesehen, sondern quasi „als Geschäft“, was den „Geholfenen“ viel mehr bringt, als ihnen einfach Geld zu spenden.

KAÏTO steht für praktische Umsetzung nachhaltiger Projekte in Westafrika. Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) werden mit Leben gefüllt, in konkrete Projekte über- und umgesetzt. Die Verbindung von wirtschaftlichem Engagement mit gelebter sozialer Verantwortung ist das Markenzeichen. KAÏTO-Kunden profitieren von einer durchgehenden Projektbegleitung, von der Idee bis zur Erfolgsmeldung. Als Pionier und Afrika-Investor lebt KAÏTO seine ethischen Prinzipien vor.

Wenn auch Sie vom KAÏTO -Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Habe ich ein Produkt, mit dem ich anderen die Möglichkeit geben kann, sich selbständig weiter zu entwickeln?
  • Wie kann ich dieses Produkt sinnvoll einsetzen, um damit Geld zu verdienen und gleichzeitig anderen zu helfen?
  • Wie kann ich weitere Investoren begeistern, um somit gemeinsam zu wachsen?
  • Wie kann ich meine Produkte nachhaltig einsetzen?