Archiv 2008

Last-Minute-Geschenkidee: Verschenken Sie doch mal eine Ziege...

Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, Ihren Kunden keine Präsente mehr zu überreichen, sondern statt Kalender, Tassen und Kugelschreiber zu verschenken, etwas Nützliches mit dem Budget zu veranstalten.

In den Weihnachtskarten finden sich dann meistens Sätze wie "Wir haben in diesem Jahr auf Geschenke verzichtet und stattdessen für xxxx gespendet".

Sehr löblich. Aber ehrlich gesagt auch ein bisschen langweilig... An der Spendenlust des jeweiligen Unternehmens ist natürlich nichts auszusetzen, aber versetzt man sich in die Rolle der Hilfsorganisationen, wird klar, wie schwer der Kampf um die willigen Spender ist. 

Welche Hilfsbedürftigen sind denn nun hilfsbedürftger als andere? Wir entscheiden eigentlich aus dem Bauch heraus. Sicher ist in den letzten Jahren der Trend zu erkennen, für Organisationen aus dem direkten Umfeld zu spenden, also dem Kinderkrankenhaus vor der Tür oder der Aktion Lichtblicke, die die Gelder Bedürftigen im Land Nordrhein-Westfalen zukommen lassen.

Organisationen, die zum Beispiel für Krisengebiete in Afrika sammeln, haben es da zunehmend schwer.

Um Spender zu begeistern, hat Unicef sich zu Weihnachten etwas ganz anderes einfallen lassen:

Statt zum Beispiel 100 Euro zu spenden, kann man im Spendenshop der Organisation gezielt Dinge spenden, die in Afrika dringend gebraucht werden. Spenden Sie also eine Ziege, Moskitonetze, ein Erste-Hilfe-Set, hoch proteinhaltige Kekse oder eine "Schule in der Kiste". 

Mit einem Klick auf "Warenkorb" kann man die Güter direkt ordern - nur dass sie eben nicht einem selbst sondern Bedürftigen auf der ganzen Welt zugeschickt werden.

Wer auf diese Weise gespendet hat, kann sich eine persönliche Urkunde ausdrucken - oder eben den Namen eines Kunden hinzufügen. Schenken Sie also Polio-Impfstoff und senden Sie Ihrem Kunden eine Urkunde mit seinem Namen - persönlicher kann Spenden nicht sein! 

So funktioniert das Unicef-Prinzip

Unicef hat eine Lösung gefunden, das Spenden attraktiver zu machen. Statt eines Hinweises, wie viel Geld man gespendet hat, wird die Spende wirklich persönlich und das Gefühl, konkret etwas Gutes getan zu haben, wird verstärkt.

Wenn auch Sie vom Unicef-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Wie können Sie Ihr Produkt persönlicher gestalten?
  • Wie können Sie Ihre Kunden dazu bewegen, Ihr Produkt zu verschenken, statt es selbst zu benutzen?