Archiv 2007

Weniger Storm, mehr Brain...

Welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie das Wort "Computerspiele" hören? Ganz klar: Ballernde Kids, männlich, zwischen 14 und 20 Jahren, die mit rot unterlaufenen Augen auf Zombies ballern.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die großen Hersteller von Computer-Games seit Jahren auf ganz andere Zielgruppen schielen. Besondern die weibliche Zielgruppe wollte man erschließen doch Playstations in Pink und Spiele wie "Meine Tierarztpraxis" sollten kleinen Mädchen gefallen und lagen doch schwer wie Blei in den Regalen.

Lange musste man davon ausgehen, dass es einfach unmöglich wäre, etwas zu entwickeln, was Zielgruppen außerhalb der Pubertät ansprach, doch dann gelang Nintendo der Durchbruch mit Dr. Kawashimas Gehirnjogging.

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"Das sind doch die mit den Bananen"

Chiquita ist bekannt für seine Bananen.

Man kann sich allerdings vorstellen: Irgendwann ist der lokale Bananenmarkt erschlossen, und es wird schwierig, neue Bananen-Zielgruppen zu erschließen.

So ähnlich haben vielleicht die Überlegungen bei Chiquita ausgesehen. Wer in einem solchen Markt weiter wachsen möchte, muss also auf neue Produkte setzen.

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Die akustische Visitenkarte

In den letzten Jahren ist ein großer Trend zu beobachten: Professionelle Leistungen werden immer stärker personalisierbar. Wer sich früher mühsam einen Bastelkalender im Geschäft kaufte, um dann mit Fotokleber Bilder einzukleben bis der Kalender aufgrund des Gewichts der Fotos an der Wand schief hing, schickt heute seine Fotos bequem an einen Online-Dienst und erhält postwendend einen professionell gedruckten Kalender mit eigenen Fotos und Texten.

T-Shirts mit individueller Aussage stellt man nicht mehr mit Drucker und Aufbügelset her, sondern bestellt sie ebenfalls gemütlich am heimatlichen PC.

Dem Trend zur professionellen Individualisierung hat auch das Unternehmen HiPro|Call genutzt: Sie bieten ihren geschäftlichen und mittlerweile auch privaten Kunden akustische Visitenkarten an.

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Umwelt schonen und trotzdem gut aussehen

Es geht auch anders! Seit Jahren arbeiten die Automobilhersteller nach dem Prinzip Höher - schneller - weiter. Es gibt mittlerweile Oberklasse-Fahrzeuge, die die großen Automobilvermieter nicht mehr im Programm haben - und zwar weil es nicht möglich ist, einem Kunden das Fahrzeug in vertretbarer Zeit zu erklären, so dass er es bedienen kann.

Auf der anderen Seite stehen kleine, umweltschonende, clevere Fahrzeuge - die jedoch leider oft so unattraktiv sind, dass wir unwillkürlich an Schafswollpullis, Turnschuhe und dauerstrickende Ökos denken müssen.

Gibt es da wirklich keinen Mittelweg?

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Denn schwitzen tun wir schließlich alle...

Seit Jahren liefert sich die Deo-Industrie einen erbitterten Kampf: Jedes neue Deo riecht noch ein bisschen besser als das vorige und zieht selbstverständlich das andere Geschlecht magisch an.

Dabei werden natürlich alle chemischen, biologischen und physikalischen Tricks gezogen, die der Verbraucher doch nicht versteht, wenn er nicht mindestens einen Leistungskurs in den wichtigsten Naturwissenschaften belegt hatte.

Einzige nennenswerte Neuerung der letzten Jahre: Deos, die keine weißen Streifen mehr verursachen. Wussten Sie, dass die Marketingexperten zwischen Nicht-Stinkern und Gut-Riechern unterscheiden?

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Kaffeebohnen hinter Gittern

Seit März 2007 herrscht in der Justiz Vollzugsanstalt in Hünfeld, Hessen, milde Harmonie - in Form von Kaffeebohnen, die dort von Gefangenen veredelt werden.

Was passiert, wenn ein Unternehmen aus der Privatwirtschaft den Betrieb einer Justizvollzugsanstalt übernimmt? Solche kurz PPP-Projekte (Public Private Partnership) genannten Kooperationen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Hier gelingt sozusagen "Querdenken at its Best": Unternehmen bringen ihre wirtschaftlich ausgerichtete Gedankenwelt in Behörden, Ämter und die Verwaltung.

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