Querdenk-Magazin

Im Querdenk-Magazin stellen wir Ihnen interessante Geschäftsideen aus aller Welt vor, die zwar (leider) nicht unsere Ideen waren, aber Ihnen wertvolle Anregungen geben können. Lassen Sie sich inspirieren!

Querdenk-Magazin Ausgabe Juni 2010

Das Rennen um Karstadt ist beendet. Ein amerikanischer Investor namens Berggruen hat den Zuschlag bekommen. So weit – so trocken. Doch die Zukunft von Warenhäusern wie Karstadt scheint schwierig geworden zu sein. Für alles, was die großen Häuser anbieten, gibt es immer einen, der spezialisierter ist. Wer denkt heute schon zuerst an Karstadt, wenn er Bücher kaufen will? Oder Kleidung? Oder Schmuck? Elektronik?

Wer gezielt einkaufen will, der bevorzugt wohl eher Thalia, S. Oliver, den Juwelier ums Eck oder Saturn und Media Markt. Bleiben noch die Kleinigkeiten, die man bei Karstadt besorgt oder im Vorbeigehen mitnimmt: Nähgarn, Gardinen, Socken, Schulhefte und Tesafilm. Mode und Sport erhebt Karstadt auf seiner Internetseite zu den Kernsortimenten. Wie glaubwürdig ist das?

Das Rennen um Karstadt ist beendet. Ein amerikanischer Investor namens Berggruen hat den Zuschlag bekommen. So weit – so trocken. Doch die Zukunft von Warenhäusern wie Karstadt scheint schwierig geworden zu sein. Für alles, was die großen Häuser anbieten, gibt es immer einen, der spezialisierter ist. Wer denkt heute schon zuerst an Karstadt, wenn er Bücher kaufen will? Oder Kleidung? Oder Schmuck? Elektronik? Wer gezielt einkaufen will, der bevorzugt wohl eher Thalia, S. Oliver, den Juwelier ums Eck oder Saturn und Media Markt. Bleiben noch die Kleinigkeiten, die man bei Karstadt besorgt oder im Vorbeigehen mitnimmt: Nähgarn, Gardinen, Socken, Schulhefte und Tesafilm. Mode und Sport erhebt Karstadt auf seiner Internetseite zu den Kernsortimenten. Wie glaubwürdig ist das?

Ich bin oft bei Karstadt und Kaufhof: Sie stellen überall, wo ich die Geschäfte kenne, eine Abkürzung dar – man läuft schneller durch als darum herum, und sicher kommt so auch der eine oder andere kleine Einkauf zustande. Das muss den Verantwortlichen eigentlich weh tun, aber haben sie es eigentlich erkannt?
Wofür steht die Marke Karstadt? Und seien wir mal ehrlich: Dem Kaufhof geht es zwar finanziell besser, aber woran denken Sie, wenn Sie Kaufhof hören? Da hilft auch das nette Attribut Galeria nicht wirklich weiter.
Umso erstaunlicher, dass nun jemand zugeschlagen hat, der noch nicht einmal Ahnung von diesem Geschäft hat. Die Aufgabe wird schwierig. Ein bisschen herumzudoktern, um der Marke wieder Leben einzuhauchen oder sie gar glamouröser zu machen, wie er nebulös andeutete, wird nicht helfen. Das Image muss ganz neu belebt werden, damit auch wieder jüngere Zielgruppen in die Märkte finden.

Gut, Berggruen hat Geld. Knapp zwei Milliarden Dollar sollen es sein, die bei den Verhandlungen wahrscheinlich zumindest ein netter Zusatznutzen waren. Aber der entscheidende Punkt ist: Berggruen überzeugt persönlich. Mit dem Herzblut, mit dem er sich einsetzt und einem gewinnenden Auftreten, im Spiegel-Artikel mit „Ein Dandy für Karstadt“ beschrieben. Mit den vielen Projekten, in denen er sich weltweit engagiert spielt er in einer Liga mit Mega-Unternehmern Richard Branson, Vijay Mallya, Dietrich Mateschitz, allesamt Inhaber von Multi-Business-Unternehmen.

Scheinbar gehört diesen Menschen die wirtschaftliche Zukunft. Ihre wichtigsten Zutaten: Herzblut, der Mut, ihnen bisher unbekannte Branchen mit ihren innovativen Geschäftskonzepten von Grund auf zu erschüttern und eine große Portion Persönlichkeit. Wenn sich Bergruen mit dem Projekt nicht überhebt, lässt das hoffen für Karstadt und seine Mitarbeiter.

Viel Spass beim Lesen!

Heike Grunwald

P.S. : Vielen Dank für die Teilnahme an unserem Gewinnspiel. Wir haben den Gewinnern jeweils eine Ausgabe der Zeitschrift Business-Punk zugeschickt!