Archiv 2010
Zeitungskiosk de Luxe
Zeitungen gibt es fast überall zu kaufen. Zwei Berliner Gründer haben aber eine Marktlücke gefunden, und machen in ihrem exklusiven Zeitungsladen mit Hochglanz-Magazinen aus aller Welt guten Umsatz. Der Zeitungs-Edelkiosk „do you read me?!“ in Berlin-Mitte eröffnete Ende September 2008. Das Ziel der Geschäftsführer Jessica Reitz und Marc Kiessling ist, ihren Laden mit besonders hochwertigen, seltenen Magazinen selbst von gut sortierten Kiosken abzugrenzen.
Die mehr als 600 Titel werden in schwarzen Regalen, auf alten Holzbänken oder in Vitrinen wie Kunstobjekte präsentiert. Aber nicht nur die Art und Weise, wie die erlesenen Titel präsentiert werden, gibt Anlass zum Staunen. Recherche, Beratung, Bestellung von Archivtiteln und individuell nach Kundenwünschen zusammengestellte Sortimente zeichnen „do you read me?!“ als Fachgeschäft für Magazine aus. In dem gut sortierten und liebevoll durchdachten Laden in der Auguststraße, inmitten von Galerien und gehobener Gastronomie findet man Magazine, Zeitschriften und Bücher aus den Bereichen Kunst, Kultur, Mode, Photographie, Design, Architektur, Literatur, Musik, Theater, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.
Die Tiefe der internationalen Zeitschriftenangebote ist beachtlich. Der anspruchsvolle Kunde findet auch Nischenmagazine mit kleinen Auflagen. Und genau darin liegt die Stärke des Ladens. Die Magazine sind eher Sammelobjekte als Hefte zum schnellen Lesen und anschließendem Wegwerfen. Da verwundert es nicht, wenn man beim ausgiebigen Stöbern auf echte Raritäten stößt, wie die Zeitschrift ?Arkitip? mit einem signierten Druck des Künstlers Shephard Fairy, der schon Wahlplakate für Barack Obama gestaltet hat, als Beilage.
„do you read me?!“ ist kein normaler Zeitungskiosk - die klassische Illustrierte gibt es hier nur auf Bestellung. Wer möchte, lässt sich ein persönliches Sortiment zusammenstellen und erhält bei „do you read me?!“ ein eignes Fach für seine Bestellungen.
Selbst das Internet, immer wieder als die große Bedrohung aller Print-Produkte gesehen, kann den Ladeninhabern kaum was anhaben. Ein gutes Foto-Magazin kann man sich eben nicht am Computer als Pdf-Version anschauen, argumentiert Jessica Reitz.
So funktioniert das Edelkiosk-Prinzip
Jessica Reitz und Marc Kiessling haben erkannt, dass es eine Marktlücke in der Präsentation von hochpreisigen Edel- und Hochglanz-Magazinen gibt. Mit ihrem Zeitungskiosk de Luxe „do you read me?!“ zielen sie auf Kunden, die das von ihnen gesuchte im normalen Zeitungshandel nur schwer finden können. Sie bieten bewusst eine ganz subjektive Auswahl an schönen, intelligent geschriebenen, gut gemachten Magazinen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Mode, Photographie, Design, Architektur, Literatur, Musik, Theater, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft an. Dabei entstand die Geschäftsidee aus einer Not heraus. Kiessling, von Beruf Designer, hatte früher selbst oft große Schwierigkeiten, bestimmte Zeitschriften zu ergattern.
Wenn auch Sie vom Edelkiosk-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich
- Mit welchem aussergewöhnlichen und exklusiven Sortiment kann ich mich spezialisieren?
- Welche zusätzlichen Serviceangebote kann ich dazu anbieten?
- Kann ich meine Waren wie Kunstobjekte präsentieren?

