Archiv 2010

Mit Restsellern zum Bestseller

Bücher sind neben Zeitschriften und Medikamenten die einzigen Güter in Deutschland, bei denen der Hersteller, in diesem Fall der Verlag, den Bezugspreis für den Endkunden festlegen darf. Die Preisbindung soll das Buch als Kulturgut vor dem freien Wettbewerb schützen. In bestimmten Fällen kann die Preisbindung aber aufgehoben werden, etwa für ältere und überholte Auflagen, für Restauflagen und für Mängelexemplar. Jokers hat sich auf Restauflagen, Fehldrucke, etc. spezialisiert und muss sich deshalb nicht an die Buchpreisbindung halten. So zeigt uns Jokers, wie man sich durch Differenzierung von den üblichen Verkaufswegen erfolgreich abheben kann.

Jeder, der gerne liest, kennt sie: die Grabbeltische mit Rest- und Mängelexemplaren vor den Buchhandlungen. Da finden sich immer wieder interessante Schnäppchen. Aber die gezielte Suche nach einem bestimmten Buch ist hier fast unmöglich.

Daher war es eine kleine Sensation, als Jokers 1999 erstmals auf dem Buchmarkt auftrat: Ein regelmäßig erscheinender Katalog mit hochwertigen Restauflagen und Sonderausgaben zu günstigen Preisen - das hatte es in dieser Form vorher nicht gegeben. Heute zählt Jokers zu den Marktführern in dieser Sparte des Buchhandels. Und der Katalog der Restauflagen und Sonderausgaben erscheint auch regelmäßig in Österreich und der Schweiz. Jokers weckt damit wieder die Lust am Lesen und preist die Bücher in seinem Katalog sehr geschickt an, mit kleinen Geschichten rund um das Buch.

Mit diesem Angebot „verführt“ Jokers zum Kauf von Büchern. Bei anderen Buchanbietern sucht man eher gezielt nach einem bestimmten Buch und bestellt mit einem Klick. Bei Jokers werden Bücher gekauft, die man sich sonst eher nicht geleistet hätte. Hier aber sind sie so günstig, dass man einfach nicht „Nein“ sagen kann. Unser schönster Bücherkauf bei Jokers: „Die fünfzig größten Werke der Weltliteratur“ für 99 Euro – da haben wir Lesestoff für lange Zeit!

Mit seinem umfangreichen Sortiment deckt Jokers sämtliche Themenbereiche ab: Von der gehobenen Unterhaltungsliteratur bis zum wissenschaftlichen Standardwerk, vom praktischen Ratgeber bis zum wertvollen Kunstband reicht die Palette, die anspruchsvolle Leser zu schätzen wissen. Zudem hält der Katalog exklusive Raritäten, bibliophile Schätze und ausgesuchte Sonderposten bereit. Aber vor allem überzeugt Jokers durch seine günstigen Preise: Gegenüber den früheren Ladenpreisen sparen Bücherfreunde bei allen Restauflagen zwischen 40 und 90 Prozent. Der Jokers Katalog erreicht jeden Monat eine Million Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf etwa hundert Seiten finden Bücherfreunde hier rund 1.000 Titel.

Seit dem Frühjahr 2000 gibt es Jokers auch im Internet. Unter www.jokers.de, www.jokers.at und www.jokers.ch wird ein täglich aktualisiertes Programm von ca. 10.000 Titeln präsentiert. Hier kann man sehen, was gerade neu eingekauft wurde oder aus Platzgründen nicht im Katalog angeboten werden kann. Sonderaktionen, aktuelle Empfehlungen und Newsletter zu verschiedenen Interessensgebieten machen den Auftritt zu einem attraktiven Angebot für Leser. Sehr interessant für bibliophile Menschen ist auch der von Jokers gesponserte „Bücher-Wiki“, eine Website mit Wissenswertem zum Thema Buch sowie Buchbesprechungen.

Für Kunden, die gern vor Ort stöbern und ihre Bücher gleich mitnehmen möchten, baut Jokers derzeit eine eigene Ladenkette auf. Deutschlandweit gibt es 17 Jokers Filialen in Groß- und Universitätsstädten.

So funktioniert das Restseller-Prinzip

„Jokers schloss eine Lücke, die bis dahin keiner auf dem Buchmarkt gesehen hatte“, zieht Geschäftsleiter Wolf Nikrandt zum zehnjährigen Bestehen des Buchversenders Bilanz. „Mit dem Jokers-Katalog konnten sich Kunden erstmals einen breiten Überblick über das moderne Antiquariat verschaffen.“ Das ungewöhnliche Modell hat selbst die Branchen-Zweifler überzeugt. Heute ist Jokers Marktführer in diesem Segment des Buchhandels. Über Katalog, Filialen und den Internetshop www.jokers.de erwirtschaftet das Unternehmen Jahr für Jahr steigende Umsätze, die inzwischen im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Wenn auch Sie vom Restseller-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Gibt es in meiner Branche bisher ungenutzte Vertriebsmöglichkeiten?
  • Kann ich einen Katalog oder andere Präsentationsformen mit Geschichten „rund um das Produkt“ aufpeppen?