Archiv 2009

Die Post ist jetzt überall

Im Querdenk-Magazin vom Mai 2008 haben wir schon einmal auf eine innovative Idee der Deutschen Post aufmerksam gemacht - der Briefumschlag sollte an Anonymität verlieren und an Individualität gewinnen. Auf www.plusbrief-individuell.de können Briefumschläge und Briefmarken individuell mit eigenen Bildern, Schriftzügen oder Fotos gestaltet werden.

Ausgerechnet die Post wartet jetzt schon wieder mit einem neuen Vorteil auf, der sich speziell an die Handy-Generation als Kundenkreis richtet.

Schnell noch einen Brief abschicken, aber kein Porto zur Hand? Dringende Schreiben müssen unbedingt raus, aber die Post hat schon zu? Mitten in der Pampa, und weit und breit keine Poststelle?

Wie wäre es, wenn man das Porto jederzeit auch von unterwegs einfach über das Handy beziehen könnte? Ob am Strand, im Café oder in der Wildnis?

Die Deutsche Post AG macht dies nun für alle Handy-Besitzer komfortabel möglich:

So einfach geht’s:

Einfach SMS mit „Karte“ oder „Brief“ (je nachdem, was gewünscht wird) an die HANDYPORTO-Kurzwahl 22122 schicken. Alternativ können Sie auch einfach unter 22122 anrufen und Ihr Porto bestellen.

Antwort-SMS mit 12-stelliger Nummer öffnen.

Nummer per Hand in die obere rechte Ecke auf den Brief oder die Karte schreiben

(3-zeilig, je 4 Zahlen) – fertig ist das Porto.

Technisch funktioniert der Handy-Porto-Dienst derzeit eher banal:

Die Sortiermaschine kann mit dem Ziffern-Block nichts anfangen und filtert den Brief erst einmal als "nicht frankiert" heraus. Ein Angestellter prüft dann den angegebenen Code auf Gültigkeit und versieht den Brief mit einem Aufkleber, der einen 2D-Barcode enthält. Dieser wird in einem zweiten Durchlauf durch den Brief-Scanner als digitale Briefmarke erkannt, und der Brief wird weiterbefördert.

Die Kosten für diesen Service liegen bei 95 Cent für das Brief- und 85 Cent für das Karten-Porto, zuzüglich der Kosten für die SMS oder den Anruf. Abgerechnet wird über die Mobilfunkrechnung. Für diese etwas höheren Portokosten spart man sich aber den Weg zur Post.

So funktioniert das Handy-Porto-Prinzip

Die Deutsche Post AG hat nach einer Möglichkeit gesucht, für den Kundenkreis der Handy-Nutzer den Brief attraktiver zu machen. Sie haben damit ihr Angebot für Kunden massiv vereinfacht.

Durch das Angebot, Porto jederzeit absolut unabhängig von Öffnungszeiten und überall auch ohne Drucker und Papier beziehen zu können, kann das Versenden von Briefen und Karten auch einem jungen und spontanen Publikum wieder schmackhaft gemacht werden.

Wenn auch sie vom Handy-Porto-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich 

  • Welchen Kundenkreis können Sie mit einer innovativen Nutzungsmöglichkeit ihres Produktes ganz neu ansprechen?
  • Wie können Sie Ihr Angebot massiv vereinfachen?
  • Wie können Sie dafür sorgen, dass Ihr Angebot auch unterwegs oder mobil erreichbar ist?