Archiv 2008
Sport für die Frau von nebenan
Denken Sie mal an eine Frau, die regelmäßig ins Fitnessstudio geht. Welche Eigenschaften hat sie? Die typischen Fitness-Studio-Sportlerinnen werden nach einer Zielgruppenbeschreibung, die man im Internet findet, wie folgt charakterisiert:
Erfolgsorientiert, besser verdienend, hat eine höhere Ausbildung genossen, ist oft vollzeit berufstätig, meistens kinderlos, schlank und sportlich, unabhängig, konsumfreudig, attraktiv und sexy, dynamisch und zielstrebig.
Und? Passt die Beschreibung auf Ihre Nachbarin, die auch regelmäßig mit ihrem Personal Trainer im Fitnessstudio arbeitet? Super! Aber wissen Sie was? Leider ist diese Zielgruppe ziemlich klein!
Wie hervorragend müsste eine Fitness-Kette ankommen, die Frauen enspricht, die eben nicht schon von sich aus den perfekten Körperbau mitbringen? Mütter von Kindern, die wenig Zeit und rundliche Formen haben? Die sich nicht zusammen mit jungen, athletischen Männern an Geräten trainieren wollen, wenn sich kleine Fettpölsterchen unter dem T-Shirt abbilden.
Klassisches Fitness-Center
Mit Mrs. Sporty ein Angebot, das sich genau an diese Zielgruppe richtet. Die Mrs. Sporty Fitnesskette richtet sich alleine an Frauen. Das besondere: Sie trainieren dort mit Hilfe eines speziell für sie entwickelten Trainingsprogramm.
Ziel: Gewicht verlieren! Das ist nämlich einer der Hauptgründe, warum Frauen grundsätzlich Sport treiben.
Wichtige Unterscheidung zu üblichen Trainingsstudios: Die Geräte können ganz leicht verwendet werden, sie müssen nicht erst umfangreich zum Beispiel an das Gewicht angepasst oder im Neigungswinkel verstellt werden.
Die Geräte sind im Kreis aufgestellt, die Frauen werden gemeinsam betreut und können sich während der Übungen austauschen.
Dazu ist das System so ausgearbeitet, dass drei wöchentliche Trainingseinheiten à 30 Minuten ausreichen, um schnell Effekte auf der Waage und am Körper zu sehen!
Damit ist das System auch für Frauen mit Kindern und wenig Zeit schaffbar, die persönliche Atmosphäre trägt weiter zur Motivation bei.
Das Franchise-System von Mrs. Sporty wurde gemeinsam mit Tennis-Legende Stefanie Graf entwickelt, die sich zusammen mit dem Gründerteam dafür einsetzt, dass auch viel beschäftigte Frauen sich Zeit für Sport und gesunde Ernährung nehmen.
Nachdem das neue Sportkonzept in einem Berliner Sportclub 2004 zum ersten Mal vorgestellt wurde, ist das Franchise-Unternehmen nahezu explodiert:
2007 gab es bereits 85 Clubs mit 18.000 Mitgliedern und es werden regelmäßig weitere eröffnet. 2006 war Mrs. Sporty erfolgreichster Franchise-Newscomer in Deutschland, das Konzept breitet sich derzeit auch in die Schweiz und nach Österreich aus. Grund für den Boom ist auch das clevere Konzept für Gründer:
Gegenüber einem normalen Fitnesscenter ist die notwendige Fläche viel geringer, denn es gibt keine ausgedehnten Relax-, Entspannungs- und Saftbarflächen. Die Investitionskosten sind damit viel geringer als bei herkömmlichen Ketten. Es gibt nicht einmal duschen, was den Aufenthalt im Fitness-Studio natürlich stark verkürzt - und die Kosten reduziert!
Eine monatliche Mitgliedschaft kostet derzeit € 39,00, dafür kann flexibel so oft und so viel trainiert werden wie gewünscht.
So funktioniert das Mrs.Sporty-Prinzip
Mrs. Sporty hat sich von der typischen Fitness-Studio-Zielgruppe abgewendet und eine vollkommen neue Zielgruppe bei den Frauen erschlossen, die in kurzer Zeit einfach schnell Gewicht verlieren wollen. Für diese bisher unerschlossene Zielgruppe wurden spezielle Übungen entwickelt und der benötigte Zeitbedarf stark reduziert.
Das überschaubare Einstiegsrisiko führt außerdem dazu, dass es ein breites Interesse auch seitens möglicher Franchise-Partner gibt.
Wenn auch Sie vom Mrs.Sporty-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich
- Welche Zielgruppen finden Ihre Wettbewerber uninteressant?
- Wer fühlt sich von dem Angebot Ihrer Branche abgeschreckt?
- Welche Barrieren haben diese Zielgruppen, Ihr Angebot zu nutzen?
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