Archiv 2008

Kaffee: Setzen - Tee darf ziehen...

Der berühmte Coffee to go, also Kaffee zum Mitnehmen ist aus unserem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. 

Vor zehn Jahren galt es noch eher als unmanierlich auf der Straße zu essen oder zu trinken. Eine der ersten Anbieterinnen von Coffe to go befragte seinerzeit ihre Kunden, ob diese sich Kaffee zum Mitnehmen wünschen würden. Die ernüchternde, einstimmige Rückmeldung: Niemand wollte Kaffee aus Pappbechern auf der Straße trinken. Sie warf die Zettel weg - und baute erfolgreich eines der erste Coffee to go Geschäfte auf.

Doch was ist mit den Menschen, die lieber Tee trinken als Kaffee? Leider kann man Tee unterwegs nicht trinken - viel zu umständlich...

Eine Studie besagt, das jeder fünfte der sich einen "coffee to go" kauft, lieber einen Tee gehabt hätte. Bisher war es eher umständlich unterwegs einen schönen warmen Tee zu trinken. Nach dem die Ziehzeit abgelaufen war, keimte immer eine Frage auf: Wohin mit dem tropfenden Beutel?

Das Hamburger Unternehmen Hälssen & Lyon hat dieses Beutel-Problem angegangen und es gelöst.

Das "Tea to go"-Konzept basiert auf einem neu kreierten Deckel. Der Clou: Nach der gewünschten Ziehzeit verschwindet der Teebeutel einfach im Deckel. Der Teebeutel wird einfach mittels einer integrierten Kartonlasche aus dem Heißgetränk gezogen und in einem speziellen Fach innerhalb des Deckels verstaut. 

Durch diese innovative Verpackungslösung kommen nun auch die Teetrinker auf ihre Kosten. Bei Tee ist die Sortenvielfalt sehr viel umfangreicher als bei klassischem Kaffee.

Weiterer Vorteil: Ob einem der Kaffee von der Ecke schmeckt, ist häufig Glückssache - leider ist der Coffee to go oft abgestanden oder viel zu stark.

So könnte es in Zukunft sogar sein, dass der Tee zum Mitnehmen nicht nur klassische Teetrinker anspricht, sondern auch den "Coffee to go"-Läden den einen oder anderen Kunden abspenstig macht.

So funktioniert das "Tea to go"-Prinzip

Hälssen & Lyon haben konsequenterweise ein Massenphänomen auf ein artverwandtes Produkt übertragen. Dabei stand die Frage "Wie können wir es schaffen, Tee so zubereiten, dass man ihn bequem mitnehmen kann?" im Vordergrund. Auf dieser Basis wurde die geeignete Verpackung entwickelt, ohne sich zu früh von möglichen Hindernissen abhalten zu lassen.

Wenn auch Sie vom "Tea-to-go"-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Welche erfolgreichen Massenphänomene können Sie auf artverwandte Produkte übertragen?
  • Wie können Sie Ihre Verpackung so optimieren, dass die Handhabung Ihres Produktes vereinfacht wird?

Das ist auch noch lesenswert

Webseite von Hälssen & Lyon

Bericht im Gastronomie-Report über Tea to go

Interessantes Buch der Gründerin der "Coffee to go"-Kette Balzac "Keine große Sache"