Archiv 2008

Sicher reisen mit Kreditkarte

Die große Restaurant-Kette mit dem markanten "M" musste sich in Island geschlagen geben: Auf der Insel ist es seit einiger Zeit möglich, im Fastfood-Restaurant mit Kreditkarte zu bezahlen!

Was bei uns (noch) vollkommen unüblich ist, ist im Ausland Gang und Gäbe: Ob im Supermarkt oder im Restaurant, dort wird ganz überwiegend mit der Kreditkarte bezahlt.

Wie sang schon Shania Twain? "We created us a credit card mess - We spend the money that we don't possess". Die Kredtikarte verleitet uns also dazu, Geld auszugeben, das wir gar nicht besitzen, denn bis zur nächsten Abrechnung ist es ja noch ein paar Wochen hin.

Die Dresdner Bank ist seit Mitte letzten Jahres die erste deutsche Großbank, die eine Prepaid-Kreditkarte anbietet: Damit kann nur das Geld ausgegeben werden, das man zuvor auf das Kreditkartenkonto überwiesen hat.

Das Verfahren hat diverse Vorteile:

Eltern können ihren Kindern damit eine definierte Zahlungsweise, zum Beispiel auf Reisen, an die Hand geben, die diese nicht missbrauchen können.

Zahlungen im Internet finden heute häufig über Kreditkarte statt und hinterlassen beim Nutzer oft ein mulmiges Gefühl. Was, wenn jemand mitgehört hat und anschließend das Limit der Kredikarte voll ausschöpft?

Auch bei Reisen ins Ausland, wo die Kreditkarte weitaus häufiger zum Einsatz kommt, ist die Reisekasse mit der Prepaid-Karte weitgehend sicher. Bei Kartenverlust droht im schlimmsten Fall der Verlust des Betrags, den man auf das Konto aufgeladen hatte.

Für die Prepaid-Kreditkarte ist keine Schufa-Auskunft notwendig, so dass auch solche Personen eine Karte bekommen können, die sonst keine Chance hätten. Gleichzeitig ist die Möglichkeit zur Überschuldung begrenzt.

Die Kreditkarte kostet derzeit 30,00 Euro im Jahr, das Guthaben wird jedoch leider nicht verzinst.

So funktioniert das Prepaid-Prinzip

In Deutschland hat sich die Kreditkarte bis heute noch nciht flächendeckend durchgesetzt. Zwar wird sie schon von vielen genutzt, aber viele Deutsche setzen sie ungern ein oder fürchten Missbrauch. Immer im Hinterkopf: Die Gefahr, die eigenen Finanzen aus dem Blick zu verlieren. Mit der Prepaid-Kreditkarte hat die Dresdner Bank diese Sorgen erkannt und dafür eine Lösung entwickelt, anstatt zu versuchen, die Kunden zu verändern.

Wenn auch Sie vom Prepaid-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Welche Ängste haben Ihre Kunden (eventuell unbewusst) bei der Nutzung Ihrer Leistungen?

  • Warum setzen sich bestimmte Ihrer Produkte nicht durch? Was sind die Gegenargumente?

  • Wie könnten Sie neue Lösungen entwickeln, indem Sie den Kunden diese Ängste nehmen?

  • Welche neuen Formen des Bezahlens könnten Sie erfinden?

  • Wie könnte man ein Prepaid-Prinzip bei Ihnen einführen?

Das ist auch noch lesenwert

Hier können Sie die Dresdner Bank Prepaid Kreditkarte bestellen

Bericht im Focus über Prepaid-Kreditkarten

Kurzer Test der Dresdner Bank Prepaid Kreditkarte bei Stiftung Warentest