Archiv 2007

Viel Spaß beim (W)einkaufen

Wann haben Sie sich zum letzten Mal am falschen Ort gefühlt und wären am liebsten im Erdboden verschwunden?

Kleiner Tipp: Sie betreten eine Woche vor Weihnachten ein exklusives Weingeschäft. Der Verkäufer kommt auf Sie zu und fragt, was Sie wünschen. Sie antworten schüchtern: „Ich suche einen Wein.“ Es dauert zwar nur den Bruchteil einer Sekunde, aber Sie haben das ironische Zucken der rechten Augenbraue doch deutlich bemerkt… In welche Richtung es gehen solle? Vielleicht ein Merlot? Chardonnay? Oder vielleicht ein Grauburgunder oder vielleicht Riesling?

Als Laie läuft man im Weingeschäft schnell Gefahr, sich nachhaltig zu blamieren: Kaum etwas ist so schwierig wie sich in einem von Flaschen angefüllten Raum für einen bestimmten Wein zu entscheiden, wenn man sich nicht auskennt.

Nicht umsonst sind Aldi und Lidl die größten Weinverkäufer Deutschlands: Eine übersichtliche Auswahl, keine herablassenden Bemerkungen und günstige Preise.

Dass Wein auch Spaß machen kann, demonstriert die Kette Multiwein.

Wer eine Filiale von Multiwein betritt, bemerkt sofort das lockere, jugendliche Design. Der Anziehungspunkt ist die ansprechend gestaltete Wein-Riechbar: In Reagenzgläsern kann man dort auf spielerische Weise verschiedene Aromen kennen lernen.

Die Wein-Riechbar eröffnet dem Laien die Welt des Weins

Ein Cabernet Sauvignon? Der Duft erinnert an eine Mischung aus schwarzer Johannisbeere, Paprika und Lakritz.

Oder Chardonnay? Riechen Sie mal an Pfirsich, Melone und Nüssen!

Multiwein setzt auch auf Käufer, die keine Wein-Experten sind. Die Kette mit Geschäften in Münster, Köln, Zwickau, Hamburg und Berlin scheut sich nicht, das Thema Wein zu erklären und anschaulich zu machen.

An der Wein-Riechbar wird nicht nur das Bouquet verschiedener Weine erklärt, sondern auch die Herkunft. Die Verkaufsschilder an den Regalen zeigen nicht nur den Preis, sondern auch die optimale Trink-Temperatur und typische Gerichte, zu denen der Wein passt.

Im Internet wird das Angebot ergänzt durch den Wein-Speiseberater: Wer auswählt, was er essen möchte, erhält automatisch eine Liste der passenden Weine dazu.

Der virtuelle Wein-Speiseberater hilft bei der Produktauswahl

Wer jetzt vorinformiert und in der richtigen Stimmung auf einen der Verkäufer zugeht, erhält Beratung statt Belehrung und geht garantiert mit einem passenden Wein nach Hause.

Die Wahl bleibt einem trotzdem: Über 200 Weine befinden sich im umfangreichen Programm.

„Die Durchschnittsflasche kostet in Deutschland weniger als zwei Euro“, sagt Oliver Koenig, Inhaber der Kölner Niederlassung. „Da liegen wir natürlich drüber.“ Trotzdem sind die Preise im Vergleich zum sonstigen Wein-Fachhandel sehr günstig: Viele Weine liegen in der Größenordnung von 3-4 Euro, einige darüber, einige darunter. Die ganz teuren, exklusiven Weine sucht man dafür jedoch vergeblich.

Das wird erreicht durch Direktimporte und große Einkaufsvolumina. Außerdem sind die meisten Weine jung und frisch – denn lange Lagerzeiten schlagen sich im Preis nieder.

Mit dem interessanten Konzept erschließt sich Multiwein eine ganz neue Käufergruppe: Menschen, die gerne mal einen Wein trinken, aber keine Experten sind.

So funktioniert das Multiwein-Prinzip

Multiwein hat das Thema Wein für eine Zielgruppe geöffnet, die sich von der Kompliziertheit des Geschäfts abschrecken lassen.

Das Unternehmen packt Wein in ein komplett neues Kleid und verbindet es mit Leichtigkeit und Unkompliziertheit. Es zielt damit auf einen Massenmarkt statt auf einen kleinen Kreis interessierter Weinkenner ab und bietet mit seinen günstigen Preisen einen weiteren Anreiz, öfter mal einen Wein aus dem Fachhandel zu trinken als vom Discounter.

Wenn auch Sie vom Multiwein-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Welche potenziellen Kunden haben Hemmungen, Leistungen Ihrer Branche in Anspruch zu nehmen?
  • Wie könnten Sie Ihre Produkte für Laien erklären?
  • Wie können Sie den Zugang zu Ihren Leistungen vereinfachen?
  • Welche Schlüsselfaktoren in Ihrer Branche scheinen indiskutable Wirklichkeiten zu sein? Was würde passieren, wenn Sie diese verändern würden?