Archiv 2007
Globetrotter - Outdoor-Erlebnis im Haus
Globetrotter – der Begriff lässt Träume von Abenteurern in kleinen Kajaks auf schmalen Flüssen in dichten Urwäldern aufkommen. Und Träume sind genau das, was das Unternehmen mit dem gleichen Namen verkauft. Globetrotter ist nüchtern betrachtet einfach ein Einzelhandelsgeschäft für Outdoor- und Trekkingprodukte.
Keine Gefahr mehr, dass der neue Taucheranzug nicht dicht ist: Bei Globetrotter kann man ihn noch vor dem Kauf ausprobieren - und schon ein bisschen in Urlaubsträumen schwelgen...
Doch das Unternehmen ist mehr als das:
Globetrotter verkauft nicht nur über 15.000 Artikel für Outdoor-Begeisterte, sondern holt das Abenteuer direkt in den Verkaufsraum. Die meisten Produkte können vor Ort direkt getestet werden. Ein 240 Quadratmeter großes Wasserbecken im Erdgeschoss ermöglicht es, Kanus oder Faltboote direkt auszuprobieren. Das bereitet nicht nur den Käufern und Mitarbeitern Spaß, sondern auch allen anderen Kunden, die aus allen Etagen auf das Wasserbecken herunterschauen können. Und natürlich kann auch die gesamte Tauchausrüstung vor Ort ausprobiert werden.
In Nassräumen kann geprüft werden, ob die wasserabweisende Kleidung auch wirklich alle Feuchtigkeit abhält. Die Klimakammer bietet bei tiefen Minustemperaturen die Möglichkeit zu prüfen, ob Kleidung oder Schlafsack warm halten. Ein Aquarium und die umfangreiche Buchhandlung laden zum Ausspannen ein.
Tropenmediziner geben Gesundheitstipps vor Ort und beraten Reisewillige. Und im natürlich angeschlossenen Restaurant kann man seinen Hunger stillen, während man noch überlegt, wohin die nächste Reise gehen soll.Text
Mit Herz bei der Sache
Globetrotter besteht bereits seit 25 Jahren und wurden von den begeisterten Outdoor-Fans Klaus Denart und Peter Lechart gegründet. Neben einem umfangreichen Angebot, das zu 50% über die Kataloge vertrieben wird, legt das Unternehmen auf einen weiteren Faktor großen Wert: Die Mitarbeiter. Wer bei Globetrotter anfangen möchte, muss zuerst eine große Portion Abenteuerlust mitbringen. Reiseerfahrung und mindestens ein Hobby im Outdoor-Bereich gehören zu den Grundvoraussetzungen für die Einstellung. Und in einer ruhigen Minute probieren so die Verkäufer vor Ort selbst begeistert die Kanus im Wasserbecken aus.
Auf diese Weise beraten 100 begeisterte Reisefans die Kunden und glänzen mit echter Erfahrung statt mit angelesenem Wissen. Angehende Globetrotter unter den Käufern fühlen sich sofort gut aufgehoben.
Wenn auch das Konzept die Käufer begeistert, so mussten die Gründer Klaus Denart und Peter Lechhart genauso Mut aufbringen und ihre kreativen Ideen immer wieder verteidigen, wie die heutigen Geschäftsführer Andreas Bartmann und Thomas Lipke.
Rein von der Zahlenseite betrachtet gäbe es die Möglichkeit, mit weniger Mitarbeitern auszukommen und weniger Fläche für Gimmicks wie ein riesiges Wasserbecken zu verschenken.
Doch Globetrotter unterwirft sich nicht dem Diktat der Zahlen sondern lebt sein Konzept unbeirrt weiter. Mit Erfolg: Das Unternehmen konnte 2005 einen Umsatz von 118 Millionen Euro erwirtschaften.
So funktioniert das Globetrotter-Prinzip
Globetrotter bietet seinen Kunden nicht nur Produkte rund um Travelling, sondern lässt sie es vor Ort beim Einkauf erleben. Die Kunden wollen so lange wie möglich verweilen und alles ausprobieren und erleben. Damit schafft Globetrotter größtmögliches Vertrauen in seine Produkte. Die Verkäufer sind erfahrene Trekkies und Sportbegeisterte und können ihre Kunden kompetent beraten. Das Angebot umfasst einen Großteil der mit Reisen verbundenen Produkte und Dienstleistungen, wie Reisebibliothek, Reiseapotheke etc.
Wenn auch Sie vom Globetrotter-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich:
- Wie können Sie es Ihren Kunden ermöglichen, Ihre Produkte vorab auf Herz und Nieren zu prüfen?
- Wie schaffen Sie eine Umgebung, in der die Kunden lange verweilen wollen und anschließend auch kaufen?
- Wie können Sie Ihre Kauf-Umgebung so attraktiv wie möglich gestalten, damit Kunden sich wohlfühlen?
- Welche Leistungen benötigt Ihr Kunde noch zu Ihren Produkten? Was könnten Sie noch anbieten, um Ihr Portfolio immer weiter zu vervollständigen?

